SEIT 45 JAHREN FÜR SCHÖPPINGEN-EGGERODE

Die Geschichte der UWG Schöppingen-Eggerode

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Schöppingen-Eggerode (UWG Schöppingen-Eggerode) wurde 1975 gegründet und feiert im Jahr 2020 ihren 45ten Geburtstag. 

 

Seit Gründung und erster Teilnahme an der Kommunalwahl, ist die UWG ist im Schöppinger Gemeinderat hinter der CDU zweitstärkste Kraft. Zurzeit, (Wahlperiode 2020-2025) stellt sie sieben Ratsmitglieder. Bei der Gründung gab es in der Nachbarschaft der Gemeinde Schöppingen bereits einige „Wählergemeinschaften“ und so wurde Ende 1975 die UWG Schöppingen-Eggerode gegründet. 

 

Die Zentrums Partei löste sich in Schöppingen auf und die meisten ehemaligen Zentrums-Mitglieder traten der neuen politischen Kraft bei. Dann ging 1975 alles ganz schnell. Schließlich standen schon im Mai Kommunalwahlen an. Bei der Wahl holte die UWG vier Sitze. Vier Jahre später sah die Welt schon anders aus. 41,93 Prozent holte die Wählergemeinschaft. 

 

Ein politischer Erdrutsch, der die CDU völlig unvorbereitet traf. Bis dahin hatten die Christdemokraten stets alle Direktmandate gewonnen, dieses Mal setzten sich gleich fünf UWG-Kandidaten durch. Auch führende CDU-Kräfte verloren ihren Wahlkreis – und flogen sogar ganz aus dem Gemeinderat. Denn die CDU-Politikgrößen hatten, ganz in Überzeugung des sicheren Sieges, darauf verzichtet, auf die Reserveliste aufgenommen zu werden. Ein Fehler, der heutzutage undenkbar ist, aber etwas über die Einstellung der damaligen Zeit aussagt. 

 

1989 hätte die UWG sogar den Bürgermeister stellen können. Die CDU war unter 50 Prozent gerutscht, UWG, Grüne und SPD hätten gemeinsam den Wechsel herbeiführen können. Die hohen SPD-Forderungen wollten die UWG-Mitglieder aber nicht erfüllen. Die UWG verzichtete aufs Bürgermeister-Amt. Auch bei der Einstellung zum Brennelementelager Ahaus blieb sich die UWG treu, auch als mit einer jährlichen Zahlung von 100 000 D-Mark an die Gemeinde gelockt wurde. „Wenn ich Geld annehme, kann ich nicht kritisch sein. Da bin ich unglaubwürdig“, verteidigte unser heutiger Ehrenvorsitzender, Heinrich Kappelhoff, die damalige Position. 

 

Ein von der UWG angestoßener Bürgerentscheid wurde mit deutlicher Mehrheit angenommen und das Geld ausgeschlagen. Trotzdem stehen wir heute nicht schlechter da als Nachbarkommunen, die das Geld genommen haben. Heinrich Kappelhoff sieht sich darin heute noch bestätigt. 

 

Ein gutes Beispiel, wie alle Parteien zusammen nach der besten Lösung suchen sollten, war auch die Tiefflieger-Diskussion in den 80er-Jahren. Man hatte über einen Münsteraner Anwalt ein Gutachten erstellen lassen und eine Rotation der Flugorte vorgeschlagen. Die CDU sah das zunächst kritisch, schloß sich dann aber dem Argumenten der UWG an. 

 

Der UWG geht es in erster Linie um die Sache, nicht um die Partei. Frei von Bundes- oder Landespolitik und dem Druck von Organisationen von "oben", können wir entscheiden, was das Beste für die Gemeinde Schöppingen und das sinnvollste für die Bürger und deren Zukunft ist.